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Barock
 
Höfische Damenkostüme
 
In der Barockzeit wird Frankreich Modezentrum.
Betonte Weiblichkeit mit schmaler Taille
durch geschnürte Leibchen mit großem Schulterausschnitt,
eingerahmt und unterstrichen durch die "Berthe",
einer glatt fallenden Spitze.
 
Mehr und mehr diktiert der französische Hof
die Mode von bewusster Künstlichkeit und Prachtentfaltung
mittels wertvollster Seidenstoffe, Spitzen und kostbarem Schmuck.
Eine schmale Taille wird durch ein enges Fischbeinkorsett erreicht.
Über den reich bestickten Unterrock legt sich
ein vorne geöffnetes, eng anliegendes Oberkleid.
Der Rock ist nach hinten gerafft und läuft in einer langen Schleppe aus.
Hinter der Taille ist der "Cul" angesetzt
und durch entsprechende Drapierung wird das Gesäß betont.
Die "Fontange", eine aus Spitze, Leinwand und Draht
bestehende Haube ersetzt mehr und mehr die kunstvoll
hoch getürmten Frisuren.

 
Farben:
helle lebhafte Farbtöne die gegen Ende
des 17. Jahrhunderts in überwiegend warme, kräftige Farbtöne
(Rot, Braun und Gold, gelegentlich auch Blau und Grün) übergehen

 
Stoffe:
schwere Seidenstoffe, vielfach mit Goldfäden,
überwiegend gemusterter Samt

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