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Renaissance
Höfische Herrenkostüme
Die Renaissance hatte Ihren Ursprung in Italien.
Dies war auch bestimmend für den allgemeinen Geschmack.
Musik, Kunst und Tanz, sowie die Mode orientierte sich
am italienischen Stil.
Das Schönheitsideal einer breiten Silhouette war dabei prägend.
Bei den Herren erreichte man dies
durch einen bis zu den Knien reichenden Faltenschoss
des Wamses und üppig weite Ärmel.
Eine mantelähnliche, ärmellose, meist knielange Schaube
mit sehr breitem Schulterkragen aus Pelz,
und ein flaches Barett ergänzte dieses Bild.
Etwas abgewandelt durch dekorative Schlitze,
durch die der Stoff des Unterkleides
oder Hemdes hervorquoll, in etwas schmalerer Erscheinung
und mit bedeckten Ausschnitten trat diese Mode in Deutschland auf.
Farben:
intensive Farben
Rot, Braun, Blau
Stoffe:
meist Wolle, gelegentlich Seide, meist unifarben
Gegen Ende der Epoche wurde die körperbetonte Kleidung
unter dem spanischen Einfluss steif und körperverhüllend.
Das ab 1550 modisch geltende Schwarz wurde
unter dem Diktat der Weltmacht Spanien
für die nun geltenden Formen übernommen.
Neben der starken Bewegungseinschränkung zeichnete sich
diese Hofmode durch ihre Prachtentfaltung mittels kostbarster Stoffe,
reichen Schmuck und Accessoires aus.
In der Ausstattung der Herren ergänzten sich
das ärmellose, taillierte und wattierte Wams
mit einem zweiten, darunter gezogenen, mit versteiften Ärmeln.
Kurze, geschlitzte Puffhosen,
dick mit Werg und Kleie gefüllt,
trug man über eng anliegenden, gestrickten Seidenstrümpfen.
Ein kurzes "spanisches Mäntelchen" über den Schultern
vervollständigte die Erscheinung.
Farben:
Schwarz, gelegentlich Beigetöne,
Stickereien in Gold und Silber
Stoffe:
Seide, Samt, überwiegend bestickt mit Edelmetallfäden,
gelegentlich gemustert
zu den Damen
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